Allgemein

Juli 2020

Veröffentlicht

Wer kennt es nicht: Das ganze Schuljahr hat man im Winterschlaf verbracht, dann kommt so langsam das Schuljahresende auf einen zu und man möchte plötzlich im Eifer des Gefechts nochmal seine besten Leistungen hervorrufen. Oder: dein bester Freund hatte in der letzten Arbeit eine bessere Note und dein Eifer wird in dir größer, das nächste Mal der Bessere zu sein.

Wie oft eifern wir menschlichen, materiellen Dingen hinterher? Ob es ein neues Handy oder ein neuer Laptop ist, weil deine Freunde ebenfalls nur das Neuste haben und du ja mit dazu gehören willst. Wer will schon ausgegrenzt werden? Niemand, aber ist dies nicht der falsche Weg, um unseren Mitmenschen in Liebe zu begegnen und das Wort „Eifer“ (für die neusten Geräte) im Negativen zu missbrauchen? Im Kapitel 5 des Galaterbriefes Verse 16-26 wird uns erklärt, worin das Leben im falschen Geist führt und was uns unterscheidet, wenn wir den Heiligen Geist in uns tragen. „Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. […]“ Hierbei wurde unter anderem: Feindschaft, Eifersucht, Zwietracht und Neid aufgeführt. Eigenschaften, welche aus einem Übereifer resultieren und schlussendlich dazu führen, dein Gegenüber zu demütigen und im Wert herunterzuschrauben. Es steht weiter geschrieben: „[…] Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“ Nur Gott lässt uns da nicht einfach so im Regen stehen, sondern gibt uns einen Lösungsansatz, indem er weiter sagt: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.“ Wenn wir dem folgen, dann werden wir eins im Namen Gottes, eifern nicht mehr menschlichen, materiellen Dingen nach, sondern immer mehr nach seinem Reich und legen unser Vertrauen mehr in Papas Hände.

Ich möchte uns in diesem Sinne gemeinsam dazu ermutigen: „[…] nicht nach eitler Ehre zu trachten, einander nicht herauszufordern und zu beneiden.“ (Gal 5,26)

Seid gesegnet! – Elias Bär