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Andacht Juni

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Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht:

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.

1. Samuel 16,7

Im 1. Samuel 16 wird der Richter & Prophet Samuel losgeschickt, einen neuen König für Israel zu finden. Allerdings wird ihm nur gesagt in welcher Familie er suchen soll. Gott würde dann weitere Anweisungen geben. Also geht er, wie viele vor ihm, im Vertrauen auf Gott los. Als er bei der Familie ankommt, sieht er die prachtvollen jungen Männer, die Söhne des Isai. Einen nach dem anderen geht er ab, vom Ältesten zum Jüngsten, und bei allen spricht Gott: „Ihn habe ich verworfen.“

Denn Gott geht es nicht um Äußerlichkeiten, sondern um das Herz. Die Männer sind nicht schlecht oder gar von Gott verlassen, wie es bei dem damaligen König Saul der Fall war, sondern ungeeignet für das Amt des Königs. In der Bibel meint das Herz nicht den Muskel, sondern den Sitz des menschlichen Verstandes. Mit diesem treffen wir unsere Entscheidungen und daher soll unser Herz nach dem ausgerichtet sein, was Gott in seinen Geboten mitgegeben hat. Denn Gott hat mit jedem Einzelnen von uns etwas vor! Er möchte uns als seine Werkzeuge gebrauchen und dafür müssen wir bereit sein. Es kommt ganz auf die inneren Werte an und nicht, wer wir nach außen sind oder sein wollen. Das wichtigste ist die Beziehung zu und mit Gott. Wie wir eine gute Beziehung zu Gott erlangen und wie wir seinem Plan folgen können, steht in der Bibel festgehalten, unter anderem in den 10 Geboten (Ex 20) oder in Jesu Bergpredigt (Mt 5-7).

Nun ist das natürlich auch eine große Aufgabe, die uns da mitgegeben ist und eine große Verantwortung. Was können wir also tun, wenn wir merken, dass wir uns nicht mehr auf dem richtigen Weg befinden? Die Taufe reinigt uns von allem, was uns von Gott trennt. Im Gebet können wir Sorgen vor Gott bringen, aber auch ein Gespräch mit vertrauten Menschen oder einem Pfarrer (u.a. Beichte) kann dabei behilflich sein.

Am Ende der Geschichte wird der jüngste Sohn, David, zum König gesalbt und er führt Israel sehr gut als König. Auch wenn ihm immer mal Fehler unterlaufen. Gott verzeiht und hält zu ihm.

Lasst uns auf Gottes guten Wegen gehen und unser Herz nach ihm ausrichten. Denn ein Mensch sieht, was vor Augen ist; Gott aber sieht das Herz an. Amen.