Am Donnerstag den 25. Juni 2009, gibt es wieder ein Indienvortrag! Diesmal in Dresden im Club New Feeling!
Start ist 19:30 Uhr und erzählt wird über: Land und Leute, Religion, Jugendarbeit, und vieles mehr …
Dazu gibt es natürlich auch viele spannende Bilder!
Gestern Mittag starteten acht juge Leute der EJA zu einem dreiwöchigen Jugend-Austausch nach Indien. Einen ersten Bericht gibt es im Weblog von Kristin.
Es folgten schon wieder zwei weitere Artikel und Bilder gibt es auch zu sehen: Kristins Blog – Indien.
Im Februar 2009 wird wieder eine Gruppe von uns nach Tamil Nadu fliegen. Eine Bedienung für die Reise ist die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar. Und so begab es sich, dass an einem kalten Freitagabend im November sich die acht zu später Stund im Leipziger Missionswerk trafen um gemeinsam ein Wochenende zu verbringen. Mit einem klaren Ziel vor Augen, in nicht ganz so viele Fettnäpfchen zu treten, machten sie sich an die Arbeit.
Es galt das Visum auszufüllen, ein Programm für die Kinder zu planen, Gastgeschenke zu überdenken, die Reiseroute zu besprechen und viele Informationen aufzunehmen. (Wir sind jetzt Koryphäen auf dem Gebiet des Hinduismus, des Kastensystems und der Tamilische Kirche.)
Am meisten Spaß bereitete wahrscheinlich das Mittagessen, da gleich die indische Art und Weise zu essen ausprobiert wurde, das heiß nur mit der rechten Hand und ohne Messer und Gabel. Die meisten Mühen hatten wohl die Linkshänder. =)
Am Samstagabend wurde ein Hollywood-Lehrfilm gezeigt: „Outsourcend”. Es war wie eine Art großes Suchbild, aber wir haben gleich sämtliche Fehler entdeckt, die der Hauptdarsteller gemacht hat. (Im Film ging es um einen Amerikaner, der in Indien ohne Vorbereitung ein Callcenter aufbauen soll und sämtliche Fehler begeht, die man nur machen kann. Sehr amüsant.)
Interessant war auch das Gespräch mit Christian Samraj, der uns viel über Tranquebar und seine Arbeit dort erzählt hat. Außerdem haben wir von ihm den Auftrag bekommen mehrere Leute zu grüßen, was sich als schwierig erweisen wird, da die Inder wahrscheinlich bei unserem Versuch die Namen wenigstens Ansatzweise richtig auszusprechen, in einem totalen Lachkrampf verfallen werden und der Gruß wohl nie seinen eigentlichen Empfänger erreichen wird.
Nun ist es leider endgültig. Das Visum für den Aufenthalt von Christhuraja kann nicht gewährt werden.
Der Generalkonsul der Deutschen Botschaft in Chennai teilte mir mit, dass die Ablehnungsgründe in der Person des Bewerbers liegen. Zu jedem Visumsantrag wird ein mündliches Interview geführt. Aus diesem Gespräch haben der Generalkonsul und eine weitere erfahrene Mitarbeiterin der Botschaft den Eindruck gewonnen, das «die Verwurzelung im Heimatland durch Familie und Beruf» nicht gegeben ist. Sie schlagen uns vor; einen anderen Praktikanten einzuladen. Genauere Informationen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Wir werden uns aber um eine Vollmacht bemühen, um die genauen Gründe zu erfahren.
Die Deutsche Botschaft sieht also die Gefahr, dass Christhuraja nicht wieder nach Indien zurückkehrt. Die Gefahr kann man natürlich nicht völlig ausschließen, aber ich halte die Befürchtungen in unserem Fall für völlig abwegig. Natürlich ist es etwas Besonderes für einen jungen Menschen aus dem Ziegenbalg Spirual Center aus Tranquebar, nach Deutschland eingeladen zu werden, jedoch lieben die jungen Leute ihr Land, ihre Tradition und ihre Großfamilien. Nun ist es gut und richtig, dass die Visa Erteilung strengen Regularien unterworfen ist, jedoch höre ich zwischen den Zeilen den Vorwurf, das ein junger Mann die kirchlichen Verbindungen nutzen will, um sich nach Europa abzusetzen. Aber bitte urteilt da selbst. Wenn Christuraja ein erfolgreiches IT Studium abgeschlossen hätte, würde ihm natürlich sofort ein Aufenthalt von 5 Jahren genehmigt.
Ihr merkt aus diesen Zeilen meine Enttäuschung, aber sicherlich noch mehr enttäuscht und sehr traurig ist Christuraja und die «Junge Gemeinde» des Ziegenbalg Spritual Center. Wie die jungen Leute sich gegenseitig geholfen haben und im Gebet füreinander eingestanden haben, das ist schon recht außergewöhnlich.
Sicherlich fragt ihr Euch, wie es jetzt weiter geht. Das kann ich Euch leider auch noch nicht sagen. Da die jungen Leute gute Sprachkenntnisse in Englisch aufweisen müssen (Ablehnungsgrund Jugendbegegnung 2008) und noch nicht verheiratet sind, wird das Problem der «mangelnden Verwurzelung im Heimatland» immer stehen.
Dafür müssen wir eine grundlegende Lösung finden. Wir werden mit der Indienreferentin des Leipziger Missionswerkes Ute Penzel (die gerade in Indien zu einer Dienstreise unterwegs ist und die hoffentlich vor Ort gleich einige Dinge klären kann) und den Vertretern der Ev. Kirche in Deutschland bei der Bundesregierung versuchen, die Dinge einmal grundlegend zu klären.
Auf jeden Fall geht die Partnerschaft weiter und es werden 8 junge Leute aus unserer Jugendarbeit vom 07.02. – 01.03.2009 nach Tranquebar aufbrechen. Ein Visumproblem wird es bei dieser Reise sicherlich nicht geben.
Einen weiteren (und kürzeren) Artikel zum Thema gibt es auf der Internetseite unserer Landeskirche.
Um euch auf den Laufenden zu halten möchte ich zwei E-Mails veröffentlichen, die Dirk in den Letzten Tagen verschickt hat.
Die erste ist vom Christhu Raja über sein Interview bei der deutschen Botschaft in Indien (in Englisch):
Dear Dirk
Today by God’s Grace I have attended the Interview, its very formal and all they asked more about the program which I am going to be part of it in Germany.
Its went on well, I hope this time surely I will get Visa, any how without God’s grace we cann’t do anything. still and for ever I am depending upon God.
Thanks for your prayers and continue to pray for me.
We will meet in Germany.with love,
Christhu Raja.
Die zweit (in Deutsch) stammt vom Dirk:
Liebe Freunde der Jugendarbeit,
einige von Euch nehmen sehr starken Anteil daran, wie es mit der Visumserteilung von Christhururaja aussieht. Deshalb einige Infos in Kürze:
Nachdem der Ursprungsflug für den 6. Sept. vorgesehen war, haben wir den Flug auf den 17. Sept. umgebucht, danach auf den 14. Oktober und schließlich auf den heutigen 17. Oktober 2008. Das Visum wurde im Sept. abgelehnt – Christhururaja kehrte nach Tranquebar zurück und versuchte in den vergangenen Wochen, einen zweiten Visumsantrag zu stellen. Am Montag fand sein Interview in der Deutschen Botschaft in Chennai statt, dann wollte er gestern seinen Pass abholen – doch vergeblich! Der Pass war nicht da – was auch immer das bedeutet. Ohne Pass kein Flug. Christhururaja ist natürlich sehr traurig – aber das unbefriedigendste an dieser Situation ist, dass wir von der Deutschen Botschaft keinerlei Information erhalten. Bei mehreren Versuchen meinerseits, die Deutsche Botschaft in Indien zu erreichen, habe ich keinerlei Auskünfte erhalten. Alle Interventionsversuche sind bisher ins Leere gelaufen.Die Ausländerbehörde unseres Landkreises, die wir versucht haben einzuschalten, hat sich bisher noch nicht wieder gemeldet. Große Unterstützung erfahren wir von der Sächsischen Ausländerbeauftragten und deren Büroleiterin Frau Krebs. Durch einen großen Presseartikel in der Sächsischen Zeitung am Montag, 15. 9. 08 und einen Fernsehbericht im MDR – gesendet am Montag, 6. 10. 08 – und Zeitungsberichte beim Evangelischen Pressedienst und im Sonntag – der Wochenzeitung unserer Landeskirche – ist der Fall nun in der Öffentlichkeit recht bekannt.
Nun haben wir einen wirklich allerletzten Versuch unternommen und einen Flug für Samstag, 25. Okt. 2008 gebucht. Wenn das nicht klappt, wird es in diesem Jahr nichts mehr werden.
Vielen Dank für all Eure Unterstützung und Anteilnahme
In Jesus verbunden
Euer Dirk Möller
Liebe Freunde,
während wir fröhlich unsere Lobpreislieder singen und unser Christ sein oft über unser Lustgefühl definieren leiden unsere Geschwister in Indien. Bitte betet für unsere Geschwister im Bundesstaat Orissa. Es ist der übernächste Bundesstaat von Tamil Nadu, wo unsere Geschwister wohnen. Für uns wäre es so wenn unsere Geschwister in Hessen oder Berlin verfolgt werden.
Da ist die Visumsverweigerung von Christhuraja doch ein “Klak’s” Wir nehmen einen dritten Anlauf und haben nun einen Flug für den 14 Oktober gebucht.
Bitte betet auch dafür.
Liebe JG’ler
Wir (die Bezirksjugendkammer) überlegen ob wir im Rahmen unserer Partnerschaft nach Indien im Jahr 2009 (Februar – März) eine Fahrt anbieten sollen. Wer hätte Interesse für ca. 350 € drei Wochen unsere Freunde und Geschwister zu besuchen?
Bei unverbindlichem Interesse gebt mir bitte mal ein Zeichen.