… mit diesen zarten Trompetenklängen, die wohl jedem mehr als bekannt sind, begrüßte der Posaunenchor die großen und kleinen Menschen, die sich am 27. 11. 2010 zum alljährlichen Adventsjugendgottesdienst in der Maria-und-Martha-Kirche Bautzen versammelt hatten.
Ja, es ist wieder so weit: Die Adventszeit ist da, das neue Kirchenjahr beginnt und der Schnee fällt in Massen. Es sollte also auch der letzte Zweifler davon überzeugt sein, dass wir uns auf den bevorstehenden Geburtstag unseres HERRN freuen dürfen! Entgegen aller Erwartungen fanden viele Mutige trotz der Kälte und den glatten Straßen pünktlich um 16 Uhr einen Platz in der warmen Kirche und bildeten eine bunte Menge aus jungen, ganz jungen und nicht mehr so jungen Kindern Gottes.
Nach dem Startschuss durch Wolfram jagte auch schon ein Höhepunkt den nächsten: Die Sohlander Band “WegPunkt” bereicherte den Gottesdienst mit ihrem bunten Programm aus verschiedensten Lobpreis- und Worship-Songs. Es gab wohl keinen unter uns, der nicht dazu beitrug, seine Stimme gemeinsam mit den Musikern erklingen zu lassen und die Kirche so mit geballter Lobpreisenergie zu füllen.
Die Frage, ob denn immer alles perfekt sein muss beziehungsweise überhaupt sein kann, stellte das kurze, aber eindrucksvolle Anspiel von Anne, Sunny und Mike dar. Zwar gaben sie einige Denkanstöße, die Frage konnte jedoch jeder für sich selbst beantworten – denn mit Sicherheit haben sich viele wiedererkannt… Dann war es so weit: die Predigt von Lutz Scheufler stand bevor.
Weihnachten – was ist das eigentlich?
Wer weiß, warum wir dieses große Event des Kirchenjahres überhaupt feiern?
Warumhören und sehen wir in der Weihnachtszeit mehr vom Weihnachtsmann als von dem eigentlichen Geburtstagskind.
Und warum bekommen wir Geschenke, obwohl wir dochdiejenigen sind, um die es am wenigsten geht?
Lutz gab uns viele Antworten und zeigte, dass es nicht mehr selbstverständlich ist zu wissen, dass wir nicht feiern, weil ein alter Mann mit Rauschebart teure Dinge in die Schornsteine schiebt.
Aber unter uns gab es einen Mann, für den dieser Nachmittag nicht „nur“ ein Gottesdienstbesuch, sondern der offizielle Start in einen neuen Lebensabschnitt war:
Gemeinsam mit seiner Frau Franziska wird er die gemeindepädagogische Arbeit in den Gemeinden Baruth, Gröditz und Weißenberg-Kotitz leiten. Nach einer kurzen, aber aufschlussreichen “Wir-stellen-dir-Fragen-damit-wir-dich-kennenlernen-Runde”, wurde Christoph dann von unserem (ebenfalls noch frisch ins Amt eingetretenem) Superintendenten Werner Waltsgott eingesegnet.
An dieser Stelle ein Herzliches Willkommen an euch alle drei!
Und dann war der Nachmittag auch schon fast vorbei. Das in den JGs gesammelte Jugenddankopfer, das dieses Jahr neben der Unterstützung der Jugendarbeit im Kirchenbezirk und auf landesweiter Ebene einer Therapiestation für behinderte Kinder in Beit Jala / Palästina helfen wird, abgegeben.
Der Gottesdienst endete mit einer Keks-und-Kerzen-Tauschbörse, die als vorweihnachtlicher Bote einen leuchtenden Gruß innerhalb der Jgs verbreiten soll. Im Anschluss blieben die meisten noch etwas länger und führten längere Gespräche, trafen alte Bekannte wieder oder schlossen neue Bekanntschaften.
Besser hätte der Start in die Adventszeit (auch, wenn es erst November war…) wirklich nicht
verlaufen können!
Es ist Samstagabend, die Straßen von Elstra sind wie ausgestorben und bei den Temperaturen ist auch keiner draußen…denkst du! Falsch.
Ganz viele (größtenteils) Jugendliche haben sich nämlich 18.00 Uhr in der Elstraer Kirche getroffen um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, aber nicht irgendeinen Gottesdienst, sondern einen ganz besonderen. Das Thema war „Veränderung“. Nach einem rockigen Einstieg mit „Irgendwas bleibt“ von Silbermond (Conny, Dani und Band) gab es eine tolle Lobpreiszeit.
Die „Predigt“ leitete ein Anspiel der JG Reichenbach ein. In die Verkündigung haben sich Madlen und Conny rein geteilt, so konnten sie schon mal üben, denn die beiden werden sich ab jetzt auch die gesamte Arbeit teilen. Der Adventsjugendgottesdienst war gleichzeitig auch der Gottesdienst zur Einsegnung der beiden und dieser feierliche Moment wurde von Pfarrer Meyer übernommen.
Natürlich geht es beim Adventsjugo aber nicht nur darum, dass wir gemeinsam einen Jugendgottesdienst feiern, sondern wir wollen auch etwas verändern: Dieses Jahr mit Musikinstrumenten in Papua Neuguinea. Nachdem die JGs wieder fleißig gespendet und gesammelt haben kam eine Summe von insgesamt 1435,80 € zusammen.
Nach dem Gottesdienst gab es die neuen Jahresflyer (in rot), leckere Schnittchen und tolle Gespräche. Alles in allem war es also ein toller Jugendgottesdienst und hat allen einen gemütlichen Adventsabend beschert.
Folgende Rückmeldung einer Besucherin vom Adventsjugendgottesdienst bekam ich per E-Mail:
Hallo lieber Dirk!
wollte nur noch einmal sagen, dass ich den Jugendgottesdienst am vergangenem Samstag echt toll fand. Christian hat echt gut gepredigt!
Dank auch an Herrn Meier (Hauptdarsteller des Theaterstücks, … Jörg)!
Dies war das Motto unseres diesjährigen Adventsjugendgottesdienstes, der auch dieses Jahr wieder in Elstra stattfand.
Die Jg Reichenbach hatte ein Schauspiel zu diesem Thema vorbereitet, welches uns wirklich sehr deutlich vor Augen führte wie unsere heutige Gesellschaft Weihnachten feiert. Kommerziell, schnelllebig, hektisch… einfach krankmachend verbringen die meisten von uns ihr Vorweihnachtszeit. Man hetzt von einem Termin zum nächsten, der Chef hat auch noch eine Menge Arbeit für einen und zu allem Überdruss wartet zu Hause die Familie. Diese kann jedoch auch nur noch „meckern“ da man nicht zu Hause ist und zu wenig Zeit mit ihr verbringt. Pattsituation. In diesen Momenten sind wir nicht nur körperlich sehr angreifbar, sondern auch seelisch. Die Schauspieler konnten nur noch eines festhalten: „Weihnachtspest“
Doch was nun, wie komm ich da wieder raus? Wie bleibe ich auch in der besinnlichsten und friedlichsten Zeit des Jahres an Körper und Geist gesund?? Diese Frage versuchte uns Pfarrer Christian Samraj mit seiner Predigt zu beantworten. Christian ist aus der tamilischen Kirche in Tranquebar/Indien. Zur Zeit ist er an der Universität in Leipzig und schreibt seine Doktorarbeit. Es war wunderbar ihn als Prediger zu haben, denn so konnte unser neues Austauschteam von Jugendlichen, welches im Februar nach Indien aufbricht, gleich ein wenig indischen Flair schnuppern.
Doch wie bleiben wir nun gesund? Oder anders gefragt, was/wer verkörpert für euch wahre Liebe? Wir Menschen leben und lieben Beziehungen. Wenn unsere Beziehungen und Freundschaften in Ordnung sind, kann unser Leben noch so stressig verlaufen, wir haben einen Hintergrund der uns auffängt. Für Christian, für mich und für viele Millionen anderer Menschen verkörpert Jesus Christus diese wahre Liebe. Wenn ich eine Beziehung zu Ihm habe und dies pflege und gesund halte, kann mir auch in unserer stressigen und krankmachenden Adventszeit nichts passieren. Denn wir haben jemanden gefunden auf den wir uns besinnen können. Er steht fest zu uns, in jeder Lage und Situation unseres Lebens. Und auch an Weihnachten wollen wir auf Kreuz sehen, denn Geburt und Tod Jesu kann man nicht trennen. Sie sind mit einander verwoben. Weihnachten und Ostern: an diesen Tagen hat uns Gott das größte Liebesgeschenk aller Zeiten gemacht. Er hat uns sündigen Menschen seine Sohn geschenkt, damit wir frei sein können… leben können.
Diese Aussagen der Predigt wurden von den Jugendlichen mit Liedern und einem Tanz unterstrichen. „Mein Jesus, meine Retter“ getanzt, berührte sehr und lässt begreifen, dass nur Jesus der Weg zum Leben ist. Er ist unser Retter.
Auch die Band lieferte mit dem Lied „Das Jesus siegt bleibt ewig ausgemacht!“ nicht nur einen Ohrwurm, sondern auch Mut gerade in der Weihnachtszeit zusammen zustehen, gemeinsam stressige Situationen zu meistern, denn nur so werden wir frei uns Zeit zu nehmen, für die wichtigste Sache im Advent: die Ankunft von Jesus. Warten auf unseren Retter.
Eine gesegnete und besinnliche Adventszeit wünscht euch Daniela Kerber <><