Wie viele Worte hast du heute schon gesprochen? An wie viele deiner heutigen Worte kannst du dich jetzt noch erinnern? An welche Worte wirst du dich nach einiger Zeit noch erinnern?
Viele Worte die wir Menschen so sprechen sind schnell vergessen, in dieser schnelllebigen Zeit. Heute noch hochinteressant — morgen schon Schnee von Gestern. Es gibt aber auch Worte die die Jahrhunderte überdauern und die auch heute noch zum Thema gemacht werden. Wie bei unserer diesjährigen KARO!!!
Kreuzworte — Worte die Jesus am Kreuz gesprochen hat — die hat die Welt nicht vergessen. Unsere Karosternachtswanderung hat uns wieder daran erinnert.
Als Startpunkt haben wir uns in Frankenthal getroffen. Die JG Pulsnitz hat uns den Auftakt geliefert mit einem BBC Interview zur Frage:
Was ist eigentlich für dich das Paradies?
Von Google-Definitionen über Essen, Frieden und Ruhe war vieles zu finden. Bis letzten Endes von Gottes Reich für uns Menschen die Rede war. Was ist für dich das Paradies?
noch heute wirst du mit mir im Paradies sein
Auf zur ersten Etappe durch Wiesen, Felder und Wälder bei den letzten Strahlen der untergehenden Sonne. Ziel war der Kleine Stern, ein ehemaliges Militärgebäude mitten in der Massenei. Unter den Freidach der Baracke erlebten wir ein Anspiel der JG Kamenz. Schmerz und Trauer um einen lieben jungen Menschen, der aus dem Leben gerissen wurde, bewegte uns. Ganz wie bei Jesus der doch auch unschuldig gestorben ist. Und doch die Botschaft, dass dies alles noch nicht das Ende ist, sondern erst der Anfang. Wir können unsere Angst jederzeit bei Gott ablegen. In Gebet, Ruhe und Gemeinschaft — genau wie an jener Kreuzweg-Station mitten im Wald…
Stockdunkel war es auf dem Weg in Richtung Bretnig. Viele kleine Taschenlampen erleuchteten uns den Weg. Hunger und erste Müdigkeitserscheinungen machten sich breit, doch gute Gespräche und neue Bekanntschaften ließen den Weg nicht ganz so lang erscheinen.
Tja… manchmal ist unser Leben doch wie ein Getränkemarkt. Viele Durstlöscher werden geboten, wie Erfolg, Familienharmonie, Erfolg-Light, Sport und viele andere mehr. Doch alle haben irgendwelche Nebenwirkungen und Inhaltsstoffe die uns nicht gut tun. Sie sind total überteuert oder schwer zu bekommen. Doch man kann da auch das lebendige Wasser von Jesus entdecken: kostenlos — aber nicht umsonst für unser Leben. Wer es versucht wird nie wieder durstig sein — man muss es nur entdecken und sich trauen es zu versuchen. Vielen Dank an die JG Königsbrück, die uns das mit ihrem tollen Anspiel gezeigt hat.
Auch kulinarische Kost war an dieser Station für uns Wanderer verfügbar — denn nicht nur der Geist braucht Nahrung… Dank unserem Küchenteam stand für uns eine edle Tomaten-Reis-Suppe mit optionalen Fleischklößchen zur Verfügung — Happy Mampf…
So gestärkt brachen wir wieder auf um zum Ausgangspunkt nach Frankenthal zurückzukehren. Die Uhren gingen bereits auf Mitternacht zu. So kamen wir etwa gegen 1.00 Uhr an den Punkt an wo wir um 18.00 Uhr begonnen hatten. Madleen fasste zusammen welchen Kreuzworten wir unterwegs begegnet sind. In kurzen Videopassagen wird der Geschichte vom Kreuz die Wendung zum Licht hin gegeben. Jesus ist von den toten auferstanden und hat den Tod besiegt!!! Was das für uns bedeutet stellten einige Freiwillige in lebendigen Worten dar — durch lebendig phantomierte Buchstaben, damit uns das gesagte auch in lebendiger Erinnerung bleibt.
So ging auch diese KARO wieder zu Ende — doch die Gewissheit bleibt das Jesus mit seiner Botschaft bei jedem einzelnen von uns ankommen will. Es liegt an uns ob wir ihm Raum in unserem Herzen geben. Diese KARO soll wieder eine Gelegenheit für uns sein, neu darüber nachzudenken.Damit die Worte vom Kreuz auch noch lange in uns nachklingen.
Vielen Dank an alle die, die diese KARO für uns vorbereitet haben. An das Organisationsteam, die JGs die uns die Stationen gestaltet hatten, das Küchenteam und die vielen Helfer im Hintergrund. Ohne euch alle wäre so eine tolle Sache einfach nicht möglich!!!
Der Herr ist auferstanden!!!
Alle Fotos findet ihr in der Bildergalerie.
Wenn ich in den letzten Tagen von der KARO geredet hab, kam von Nicht-eingeweihten immer so die Frage wer diese Karo denn eigentlich sei… Deshalb hier noch einmal allgemein-verbindlich: die KARO ist keine Person o.Ä., sondern eine Wanderung. Genauer gesagt DIE Wanderung der evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Kamenz. Die Karosternachtswanderung.
Diesmal verschlug es uns in den hohen Norden unseres Kirchenbezirks, nämlich nach Großgrabe. Dort sollte der Ausgangsort unserer Tour werden. So trafen sich also, am Abend des 11.April, etwa 120 Jugendliche aus dem ganzen Kirchenbezirk Kamenz. Vorfreude kam auf, denn das Wetter verwöhnte uns mit eitlem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.
Der Auftakt wurde durch die Junge Gemeinde Oberlichtenau und das IMPACT-Team geboten. Bei einem kleinen Anspiel und einem Agapemahl wurden die Geschichte vom letzten Abendmahl Jesu und seiner Jünger aufgegriffen. Dabei wurde die Person des Judas, als Verräter, in den Vordergrund gestellt und die Frage aufgeworfen, ob nicht in jedem von uns ein bisschen Judas zu finden sei.
Von diesen Emotionen bewegt starteten wir hochmotiviert auf die erste Etappe nach Cunnersdorf. Die Sonne versank schon langsam und schickte die letzten warmen Strahlen des Tages. Gespräche brannten auf – viele hatten sich schon lange nicht mehr gesehen, und das Holzkreuz, welches wir auf dem Weg mitnahmen, wurde von Schulter zu Schulter gereicht.
In der romantischen Kirche von Cunnersdorf folgte die nächste Station. Eine musikalisch begleitete Bildmeditation machte auf das Leid Jesu im Bezug auf das Leid in der heutigen Welt aufmerksam. Auf kleinen Handzetteln konnten wir unseren Gedanken und Erfahrungen Raum geben. All das arrangierte die Junge Gemeinde Arnsdorf für uns. Das KARO-Lied „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ begleitete uns von Station zu Station.
Die Sonne war inzwischen versunken und Dunkelheit machte sich breit, als wir uns für die nächste Wegstrecke rüsteten. Durch Wälder, über Felder und Straßen führte uns der Weg nach Schwepnitz. Hunger- und Müdigkeitserscheinungen machten sich langsam bemerkbar. In Schwepnitz bot uns die TENSING Gruppe ein musikalisch-szenarisches Ereignis der besonderen Art. Dargestellt wurde hier die Kreuzigung und Grablegung von Jesus Christus.
Eine Pause wurde langsam nötig und so ruhten wir im Kirchgemeindehaus Schwepnitz, bei Suppe, Tee und Würstchen, einen Moment lang aus. Unsere letzte Wegstrecke, zurück nach Großgrabe stand uns noch bevor….
Schweigen beherrschte die letzten Kilometer der KARO. Nicht nur wegen der Anstrengung, sondern auch zum Nachdenken. Der Vollmond leuchtete weiß und klar, sodass Taschenlampen fat überflüssig wurden. Hier wurde deutlich warum die Wanderung den Leidensweg Jesu darstellen sollte. Der Weg zurück, zog sich und die Beine würden immer schwerer. Müdigkeit breitete sich aus, es war auch schon weit nach Mitternacht. Da wirkte die Ankunft zurück an der Kirche Großgrabe wie eine Erlösung.
In die dösende Ruhe hinein fasste Conny ihre Eindrücke zusammen. Sie erinnerte an die vorherigen Stationen und ging auf das diesjährige Thema unserer KARO ein: „Siehst du mich???“
Nach etwa 8 ½ Stunden und 22 Kilometer Wegstrecke fand die KARO an dieser Stelle ein Ende.
Was bleibt von dieser Nacht? Welche Gedanken und Themen wurden ausgetauscht? Welche Emotionen wurden in mir geweckt? Wie wurde meine Verbindung zu Jesus beeinflusst? Diese Fragen muss jeder für sich beantworten. Aber wie auch immer: diese Karosternachtswanderung war ein besonderes Erlebnis für uns alle. Anstrengend, tiefgründig, inspirierend.
Bis zum nächsten mal.
do Jörgi
Hey, ihr Lieben…
Das Spätherbstvolleyballturnier der EJA ist Jahr für Jahr ne tolle Möglichkeit zum sportlichen und fairen Kräftemessen unter unseren JGs. Doch hier zählt nicht allein Sieg oder Niederlage. Hier zählt vor allem die Begeisterung am Sport, die Gemeinschaft und die Gespräche am Spielfeldrand.
Am Sonntag den 23.11. hatten sich am frühen Nachmittag wieder acht Teams zusammengefunden um ihr Geschick am Volleyball unter Beweis zu stellen. Aus vielen Winkeln unserem Kirchenbezirk (und auch darüber hinaus) strömten die Jugendlichen nach Pulsnitz in die Stadion-Sporthalle. Dort hieß es erstmal, im knöcheltiefen Schnee, warten, denn der Einlass war noch nicht offen. Mit deutscher Pünktlichkeit erschien schließlich, 15 Uhr, der Hallenwart mit dem Schlüssel zu den heiligen Hallen. Jetzt war Eile angesagt, wir wollten natürlich schnell beginnen, mussten aber noch die Netze aufbauen, und die tiefgefrorenen Knochen aufwärmen. So wurde Runde um Runde in der Halle gedreht um die Beinmuskulatur auf Temperatur zu bringen. Parallel wurden schon die ersten Bälle hin und her gespielt. Viele hatten schon seit langer Zeit keinen Volleyball mehr in den Fingern gehabt und mussten ihr Ballgefühl erstmal wieder neu entwickeln. Die Netzpfosten wurden aufgerichtet und die Netze gespannt. Nun konnte es doch wohl endlich losgehen…
Doch erst einmal brachte uns Dirk mit einer kurzen Andacht zum an-denken. Es ging um die Bedeutung des Sonntags an dem wir spielten. Der Totensonntag, an dem besonders über Tod und Sterben nachgedacht wird. Doch auch über das Leben nach dem Tod und über die damit verbundene Hoffnung in „Ewigkeit” bei Gott zu sein. Deshalb auch Ewigkeitssonntag. Nach Gebete um gesegnete Spiele begannen die ersten Partien.
Gespielt wurde nach dem Hobby-Mix-Typ (setzt mindestens zwei Mädels im Team voraus und verbietet das Antreten von Verbandsspielern) und da wir diesmal recht wenige Mannschaften waren kam auch nur selten Langeweile auf. Jedes Team versuchte innerhalb der Gruppe so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Da war so mancher Punkt hart umkämpft bis zum letzten Zug, wo dann technisches Geschick oder eben pures Glück den nötigen Siegespunkt brachte. Besonders bemerkenswert spielte das Team aus Schwepnitz. Die waren zwar nur zu viert, konnten aber durch eine besonders offensive Spielweise einen Satz nach dem anderen für sich gewinnen. So schafften sie es schließlich das Turnier zu gewinnen.
Und hier kommen die Endplatzierungen:
1. JG Schwepnitz
2. Cottaer Fische 2
3. Cottaer Fische 1(unsere Gäste aus Dresden)
4. JG Oberlichtenau/Reichenbach
5. JG Kamenz
6. EC Friedersdorf
7. JG Elstra
8. JG Pulsnitz
Doch wie schon gesagt kommt es nicht aufs Siegen drauf an. Ganz nach dem olympischen Motto: dabei sein ist alles. So sind die Turniere immer wieder Gelegenheit andere JGs zu treffen, gute Gespräche zu führen oder einfach den laufenden Spielen zuzusehen und den ständigen Plop-Plop Geräuschen zu lauschen…
Deshalb freu ich mich auch schon aufs nächste mal und hoffe da noch mehr Teams vom euch zu sehen sind …
bis dahin: be blessed…
Jórgi
„Leben in der Postmoderne” hört sich erst mal wie eine psychologische Abhandlung an. Doch tatsächlich war es das Leitthema unseres diesjährigen OLMAT.
Hier treffen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus den Kirchenbezirken Kamenz, Bautzen und Löbau-Zittau. Eine tolle Gelegenheit Meinungen und Erfahrungen auszutauschen, alte Bekannte wiederzusehen, neue Kennenlernen und gute Impulse von Gott zu erfahren. Dazu waren wir traditionell im Tagungs- und Erholungsheim in Herrnhut.
Die Welt ist im Wandel. Die Entwicklung rast immer schneller und auch der Glaube wird wieder „in”. Warum wir das in unseren Kirchen nicht merken ist nur einer von vielen Punkten gewesen. Leben und Glauben in der Postmoderne ist viel komplexer als es zunächst aussieht. Was das nun konkret für unsere Jugendarbeit bedeutet brachte uns Dr. Thomas Feist, unser Referendar vom Landesjugendpfarramt näher.
Während der Bibelarbeit tauchten wir in die Zeit Jesu ein. Wir betrachteten eine Heilungsgeschichte bei der die Jünger selbst versuchten Wunder zu tun (nachzulesen in Markus 9,14-29). Warum das nicht klappte und warum wir trotzdem die Macht des Glaubens nicht unterschätzen sollten zeigt uns Jesus mit dieser Story. Es eröffnet neue Horizonte wenn man mal die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
Am Nachmittag liefen unterschiedliche Workshops. Beispielsweise wie wir unsere Hobbys und Interessen in den JGs sinnvoll einsetzen können und dabei auch noch neue Leute für das Evangelium gewinnen können. Mit neuen Ideen und Erfahrungen trafen wir uns zur Nachmittagshalbzeit bei Kaffee und Kuchen. In der zweiten Workshop Runde erlebten wir Erlebnispädagogik hautnah. Volker zeigte uns Gruppenspiele die Teamgeist und Kreativität fördern und fordern. Wir werden wohl manches mal bei JGs und Rüstzeiten darauf zurückgreifen.
Nach dem Abendessen konnte der Tag langsam beim gemeinsamen Kinoabend und vielen (sehr vielen) Knabberreien, langsam ausklingen. Gute Gespräche und langes UNO zocken machte die Nacht aber immer kürzer und kürzer.
Am Sonntag, gleich nach dem Frühstück, gings zum Gottesdienst der Brüdergemeinde. Einen bleibenden Eindruck hinterließ die ausgefallene Liturgie und das Abendmahl, welches die Herrnhuter Brüdergemeine in besonderer Weise zu feiern versteht.
Im Anschluss trafen wir uns zu den Konventen der Kirchenbezirke. Dort gab‘s Feedbacks und Wünsche fürs nächste mal. Auch die aktuellen Infos für die nächste Zeit kamen da auf den Tisch.
Bevor wir schließlich wieder auseinanderströmten trafen wir uns alle noch mal zu ‘nem Abschlusskreis. In Lobpreis und Gebet dankten wir Gott für die tolle Zeit.
Obwohl das erst mein zweiter OLMAT war, bin ich total begeistert von dem Meeting. Impulse, Ideen und Bekanntschaften machen den OLMAT für mich zu einer wichtigen Gelegenheit, neu aufzutanken. Ich freu mich schon aufs nächste Jahr und hoffe dass du dann auch mit dabei bist.
Bis dann
god bless you
Jörg