Alles war so schön ruhig. Endlich waren alle Touristen weg und ich hatte meine Ruhe. Ich genoss die Sonne und schloss meine Augen. Auch wie schön das Leben als Zikade doch sein konnte! Doch plötzlich hörte ich laute Schritte. Auf einmal bebte der Boden und ungefähr 80 Jugendliche und einige Erwachsene stapften zum Zeltplatz hinauf, wo ich bis gerade eben noch meine Ruhe gehabt hatte. Sie sahen alle ziemlich geschafft aus und bezogen erst einmal ihre Zelte. 23:30 Uhr war dann Nachtruhe und ich konnte gemütlich weiter schlafen.
Die nächsten Tage begannen sie frühs immer mit einer sogenannten »Stillen Zeit«, bevor es Frühstück gab. Um 11:00 Uhr trafen sie sich wieder in kleinen Gruppen, um eine Bibelarbeit zu hören. Ich glaube, diese gehörten immer zu dem Thema »Glücksprinzip«, was auch das Motto für die Rüstzeit war. Es ging um Freundschaft, Liebe, Geld, Berufung und vieles mehr. Doch immer, wenn ich mich dazu gesellte, um auch mit zuzuhören, kreischten die meisten Mädels und sprangen auf. Das fand ich ziemlich komisch, aber ich glaub, sie mochten mich nicht so besonders.
In der Siesta konnte ich mich dann ein wenig ausruhen, aber ich wurde häufig von den lauten Teilnehmern geweckt, die »Jungle Speed« oder »Fußballligretto« spielten und dabei alles um sich herum vergaßen. Mich inklusive. Die meisten waren oft am Strand und genossen Sonne, Meer und Strand bei wunderbaren Temperaturen und teilweise gigantischen Wellen. Auch ein paar lustige Algenschlachten konnte ich beobachten. Für die anderen, welche im Camp blieben, gab es jede Menge Workshops auf kreativer, sportlicher und musikalischer Ebene. Ein Highlight war neben dem großen Fußballturnier auch das Armbänderknüpfen, was einige so begeisterte, dass sie nur noch mit Wolle zu sehen waren.
Ein Highlight war der Tagesausflug. Sie erzählten davon, dass sie in einer Stadt waren und anschließend noch in einer Tropfsteinhöhle, was ziemlich toll gewesen sein soll.
Einige waren auch auf einer Mountainbike-Tour, wo sie sogar von den Klippen ins Meer springen konnten!
Als ich eines Morgens aufwachte, rannten alle wie verrückt durch die Gegend und hatten ganz bunte Sachen an. Das sah fürchterlich aus! Aber am schlimmsten waren die geschminkten Jungs, die sich in den Mädchen-Klamotten scheinbar ziemlich wohl gefühlt haben…
Bei tollen Strandspielen, einem nächtlichen Geländepiel, der Manno-Mann-Show, einem Lobpreis- und Segnungsabend, sowie dem Bunten Abschlussabend schienen sie auch echt viel Spaß zu haben und für mich sah es so aus, als hätten sie eine richtig coole Gemeinschaft untereinander und auch mit Gott.
Als sie dann abreisten, war ich schon ein wenig traurig, obwohl sie mich oft am Schlafen gehindert haben. Aber wer weiß, vielleicht spring ich mal in den nächsten Bus nach Deutschland und fahr bei der nächsten Sommerfreizeit der EJA wieder mit (;
Viele, viele Fotos findet ihr im Fotoalbum.